Organisationsformen

Zu wenig Felder, ungerade Spieleranzahl oder 2 gegen 1 Übungen geplant und vier Spieler sind im Training. Häufig werden Einheiten gut geplant, aber am Ende können kurzfristige Absagen von Spielern den ganzen Plan über den Haufen werfen. Ein gutes Training steht und fällt oft auch mit einer passenden Organisationsform und vor allem Trainer sind gefordert, auf schwierige Umstände zu reagieren, um die geplanten Trainingsinhalte bestmöglich durchzuführen. Folgende Tipps können euch dafür hilfreich sein:

 

Ungerade Spieleranzahl:

Häufig kann sich eine ungerade Spieleranzahl schon als problematisch erweisen. Bildet man eine Dreiergruppe, braucht diese länger für Übungen und die Spieler in dieser Gruppe haben deutlich mehr Pausen. Daher bietet es sich bei 1 gegen 1 Übungen an, dass die gesamte Gruppe nach einer gewissen Zeit im Kreis eine Posiition weiter wechselt und auf einer Position eine Pausenstation ist. Dadurch hat jeder Spieler nur eine etwas längere Pause und alle Spieler werden zur selben Zeit fertig.

 

Zu viele Spieler

Eine große Trainingsgruppe bei zu wenig Feldern stellt viele Trainer vor eine unlösbare Aufgabe. Auf lange Sicht sollte für ein gutes Training immer eine angemessene Teilnehmeranzahl das Ziel sein, um effektiv zu arbeiten. Dennoch sollte man in solchen Situationen nach Lösungen suchen, wie man den Spielern wirklich ein effektives Training und nicht nur eine Beschäftigungstherapie bieten kann.

 

Hierfür bietet es sich oft an, die Gruppen in zwei Leistungsklasse aufzuteilen, die mit einer Überschneidung nacheinander trainieren. Ein Beispiel: Statt 2 Stunden mit 20 Spielern auf 3 Feldern zu trainieren, könnte man die Gruppe in zwei mal zehn Spieler aufteilen. Die Leistungsschwächeren beginnen und trainieren die ersten 45 Minuten allein. Nach einer halben Stunde beginnen die Leistungsstärkeren einen 15-minütigen Warm Up und spielen dann für 30 Minuten verschiedene Spielformen mit der ersten Gruppe. Die letzten 45 Minuten trainiert die zweite Gruppe alleine auf den Feldern und die andere Gruppe könnte noch ein Stabilisationsprogramm neben den Feldern durchführen.

 

Wichtig: Bei so einer Trainingsgestaltung und daraus eher kurzen Trainingszeiten ist es besonders wichtig, die Zeit ideal zu nutzen (Gruppe eins muss schon zu Trainingsbeginn aufgewärmt sein, etc.)

 

Ein Spieler zu viel oder zu wenig

Sollte die Teilnehmerzahl nicht perfekt zu den geplanten Übungen passen, ist das kein Beinbruch. Mit ein wenig Kreativität und Flexiblität lassen sich solche Probleme meistens leicht lösen. So können 2 gegen 1 Übungen oft auch in Form von 1 gegen 1 Übungen durchgeführt werden (zum Beispiel halbes Feld gegen ganzes Feld).

 

Bei vier Spielern und einer geplanten 2 gegen 1 Übung nutze ich gerne folgende Organisationsform: Ich teile die Spieler in zwei Zweiergruppen auf. Nehmen wir die Übung 2 gegen 1, 4x2 Minuten pro Spieler. Dann macht zunächst die eine Zweiergruppe im Wechsel die gesamte Übung, d.h. vier Mal zwei Minuten üben und zwei Minuten Pause im Wechsel. So entstehen keine zu langen Pausen für die Übenden und es wird richtig intensiv. Haltet am besten auch die Wechselpausen sehr kurz und achtet auf ein gutes Zuspiel (mehr dazu hier). Dadurch nutzen auch die beiden Zuspieler ihre Zeit effektiv.

 

Tobias Wadenka

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