So baut ihr eine effektive Trainingssequenz auf

Habt ihr Trainingsplanung (1) gelesen, wisst ihr nun, was beim Aufbau einer Einheit entscheidend ist. Nun geht es darum, aus diesen Einheiten eine sinnvolle Trainingssequenz zu erstellen. Eine Sequenz oder ein sog. Mesozyklus im Training dauert zwischen 3-6 Wochen und umfasst damit zahlreiche Einheiten. So ein Trainingsblock sollte immer festgelegte Schwerpunkte haben, die über den gesamten Zeitraum im Fokus stehen. Versucht nicht jedes Training etwas Neues zu trainieren, sondern setzt euch für verschiedenen Bereiche (z.B. Technik, Ausdauer, Schnelligkeit) einen Schhwerpunkt, an dem ihr über einen längeren Zeitraum arbeiten wollt. Für die Planung von Trainingsblöcken, bestehend aus mehreren Trainingseinheiten gibt es zwei wichtige Prinzipien, die ihr beachten solltet.

 

Prinzip der Relation von Belastung und Erholung

Besonders motivierte Spieler machen häufig den Fehler, eine intensive Einheit an die nächste zu reihen, ganz nach dem Motto „Viel hilft viel“. Dabei ist weniger in solchen Fällen oftmals mehr. Gebt ihr euch nach einem Training keine ausreichende Erholung, sondern setzt den nächsten Trainingsreiz zu früh, ohne eurem Körper Zeit zum Regenerieren zu geben, wird eure Leistung stagnieren oder sogar abnehmen. Auf der anderen Seite sollten Pausen zwischen den Einheiten nicht zu lange sein. Habt ihr zwei Einheiten pro Woche, solltet ihr idealerweise versuchen, zwischen den Einheiten immer 2 bzw. 3 Tage Pause zu haben, wobei die nötige Pause auch immer abhängig von der Trainingsintensität ist. Nach einer lockeren Runde Dauerlauf könnt ihr am nächsten oder auch am selben Tag natürlich noch voll trainieren. Habt ihr euch richtig ausgepowert, ist anschließend ein Tag Erholung angesagt. (Alles zum Thema Pausen und warum ihr sie nutzen müsst, um besser zu werden, erfahrt ihr hier)

 

Prinzip der Trainingshäufigkeit

Ein weiterer Aspekt ist die Trainingshäufigkeit, die einen wichtigen Einfluss auf euren Trainingserfolg nehmen kann. Im Normalfall kann man hier sagen, dass mehrere kürzere Einheiten wenigen sehr langen Einheiten vorzuziehen sind. Natürlich kommt es auch hier immer auf die Relation zwischen Belastung und Erholung an, aber kürzere, regelmäßige Trainings haben in der Regel mehrere Vorteile, u.a. auch, dass die eben angesprochene Relation zwischen Belastung und Erholung besser zu steuern ist. Neben den physischen Aspekten begünstigen kürzere Einheiten auch kognitives Lernen, was vor allem bei Technik- oder Taktiktraining sehr entscheidend ist. Bei längeren Einheiten leidet die Konzentrationsfähigkeit gegen Ende des Training im Normalfall immer und die Aufnahmefähigkeit sinkt stark. Versucht eure Einheiten also immer möglichst gleichmäßig über die Woche zu verteilen.

 

Tobias Wadenka

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Kommentare: 1
  • #1

    Rainer Stötzer (Dienstag, 04 April 2017 20:34)

    Hi Tobi,
    auf dieser Seite hat sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen

    "Einheiten votzuziehen sind. "

    Im übrigen finde ich die ersten Seiten sehr gelungen und informativ!
    LG
    Rainer