So gelingt eure langfristige Trainingsplanung

In den vorherigen beiden Teilen der Serie (Links dazu siehe unten) haben wir euch bereits gezeigt, wie ihr eine effektive Trainingseinheit und eine Sequenz aus mehreren Einheiten gestalten könnt. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie die langfristige Trainingsplanung über das ganze Jahr aussehen sollte. Ziel sollte es immer sein, dass die einzelnen Sequenzen aufeinander aufbauen und sinnvoll ineinandergreifen. So geht es beispielsweise beim Ausdauertraining darum, im Sommer mit der Grundlagenausdauer die Basis zu legen und dann Schritt für Schritt in Richtung bamintonspezifischer Ausdauer zu gehen. (Ausführliche Infos zu diesem Thema gibt es in unserem Webinar im Premiumbereich). Ganz allgemein gibt es auch wieder Prinzipien, die ihr unbedingt bei der Planung beachten solltet.

 

Prinzip der wechselnden Belastung

Der Körper gewöhnt sich relativ schnell an verschiedene Belastungen oder Übungen. Nach nur wenigen Wochen fällt eine Übung plötzlich deutlich leichter als zu Beginn, wenn sie regelmäßig durchgeführt wurde. Doch fällt euch eine Übung sehr leicht, bedeutet das meistens auch, einen geringen Trainingsreiz und damit kaum Trainingseffekt. Deshalb solltet ihr langfristig immer wechselnde Belastungen in euer Training einbauen.

 

Hier könnt ihr beispielsweise innerhalb einer Belastungsform verschiedene Übungen wählen und nicht immer die selbe 2 gegen 1 Übung für euer Schlagsicherheitstraining durchführen. Natürlich solltet ihr aber auch immer zwischen den Belastungsformen wechseln, also zum Beispiel einige Wochen mit dem Schwerpunkt Ausdauer arbeiten, danach folgt Schwerpunkt Technik, etc. Wie aber bereits im vorherigen Teil bei der Sequenzplanung beschrieben, solltet ihr nicht zu häufig wechseln und euch vor allem bei technischen Theman Zeit nehmen um gezielt an Aspekten eures Spiels zu arbeiten (hierzu auch: Techniktraining aber richtig)

 

Prinzip der variierenden Belastung

Ähnlich zum Prinzip der wechselnden Belastung ist es ebenfalls wichtig, die Belastungen an sich im Bezug auf Umfang, Intensität, Wiederholungszahlen und Pausenlängen zu variieren. Auch dadurch werden neue Reize gesetzt und ihr verhindert eine Stagnation des Trainingserfolgs. Die Belsatung sollte zudem immer so gewählt, dass sie im aktuellen Zeitraum auch Sinn macht. Befindet ihr euch im Sommertraining und wollt an der Ausdauer arbeiten sind längere Intervalle mit geringerer Intensität völlig in Ordnung. Befindet ihr euch aber mitten in der Saison und Wettkampfphase müsst ihr die Belastung auch dementsprechend anpassen und verstärkt auf kurze Intervalle mit hoher Intensität setzen.

 

Prinzip der progressiven Belastung

Zu guter Letzt sollte es immer euer Ziel sein, die Belastung eures Trainings nach und nach zu steigern. Wenn ihr alle anderen Prinzipien befolgt, wird sich euer Trainingszustand mit der Zeit kontinuierlich erhöhen. Das ermöglicht euch, die Belastung durch Umfang, Intensität, Wiederholungszahlen und/oder kürzere Pausenlängen zu steigern, ohne überfordert zu sein.

 

Ambitionierte Spieler mit einem niedrigeren Leistungsstand, die einen geringeren Trainingsumfang haben, sollten zunächst hier ansetzen und die Belastung, wenn möglich, durch mehr Umfang zu erhöhen. Gibt es keine Chance auf zusätzliche Halleneinheiten, kann das auch ein extra Krafttraining, eine Laufeinheit, oder ähnliches sein.

 

Topspieler haben meist einen sehr hohen Trainingsumfang und sollten daher die Belastung durch höhere Intensitäten in den Einheiten steigern. Zwischen den Trainings muss immer noch genug Pause zu Erholung sein!

 

Tobias Wadenka

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