Motivation Part 1: Mit Zielen zum Erfolg

Neujahr - Zeit der guten Vorsätze. Die Fitnessstudios und Hallen sind in den ersten Januarwochen voller als zu jeder anderen Zeit im Jahr. Doch schon nach wenigen Wochen sieht es dann schon wieder ganz anders aus und jeder kennt vermutlich das Gefühl von sinkender und letztendlich fehlender Motivation trotz der vielen guten Vorsätze. Auch im Badmintontraining ist Motivation ganz entscheidend und immer wieder stellt man sich die Frage: Was kann ich tun um Motivation dauerhaft zu steigern? Daher möchte ich in den kommenden Tagen hierzu eine kleine Reihe starten, mit der Frage nach Motivation und wie ich sie selbst oder auch als Trainer bei Anderen steigern kann.

Vor allem zum neuen Jahr gibt es ein ganz klassisches Mittel, was nahezu jeder schon einmal genutzt hat, um die Motivation zu steigern: Ziele.
Nicht nur im Sport sondern auch in jedem anderen Lebensbereich können und sollten Ziele zum Einsatz kommen. Sie können einem einen unglaublichen Antrieb und Motivation verleihen, müssen aber auch richtig gesetzt sein, sonst werden die meisten guten Vorsätze wie vorher bereits beschrieben, schnell wieder über Bord geworfen.
Worauf sollte ich also achten, wenn ich oder meine Spieler Ziele setzen? Der Klassiker ist zunächst einmal die SMART-Regel, bei der es darum geht, wie ich mein Ziel wählen und formulieren sollte. SMART steht für:

 


Spezifisch: Definiert euer Ziel so eindeutig und präzise wie möglich (z.B. statt: "Ich möchte öfter trainieren" -> "Ich möchte jede Woche mindestens 2 mal 90 Minuten trainieren")

 

Messbar: Ihr müsst am Ende zweifelsfrei sagen können ob ihr euer Ziel erreicht habt oder nicht. „Besser werden“ ist z.B. kein messbares Ziel und wird euch in der Regel auch nicht weiterhelfen

 

Attraktiv: Dein Ziel sollte dir wirklich etwas bedeuten. Überlege dir zu Beginn schon einmal, was du alles für das Erreichen dafür tun müsstest und ob es dir wirklich so viel bedeutet.

 

Realistisch: Dein Ziel sollte fordernd, aber realistisch sein. In manchen Fällen bietet es sich auch an, verschiedene Zielstufen zu formulieren, beispielsweise bei Zielen für Turniere. Hier kann eine schwere Auslosung beispielsweise dazu führen, dass ihr trotz guter Leistung nicht das gewünschte Ziel erreicht. Ein Minimalziel kann z.B. helfen, Demotivation zu verhindern (z.B. Normalziel: Finale erreichen, Minimalziel: Viertelfinale erreichen).

 

Terminierbar: Setze dir eine Deadline, sonst wirst du dein Ziel nie erreichen (übrigens der Hauptgrund warum nahezu jeder Neujahrsvorsatz scheitert).


Vor allem bei der Terminierung solltest du kein Ziel wählen, was zu weit in der Zukunft liegt, oder entsprechende Zwischenziele festelgen. Ziele die mehr als drei Monate in der Zukunft liegen sind zu weit weg, und helfen unserem Gehirn in Sachen Motivation oft nicht weiter. Bei Jahreszielen also am besten herunterbrechen, was du z.B. nach drei, sechs und neun Monaten etwa erreicht haben solltest.

 

Zuletzt noch ein letzter Tipp die Erfolgschance von Zielen zu steigern. Allein schon durch das Aufschreiben eines Ziels steigerst du die Wahrscheinlichkeit es zu erreichen, besonders wenn du zudem noch deine Erfolge notierst. In Studien konnten Teilnehmer die so ein "Erfolgstagebuch" führten in 76% ihr Ziel erreichen, im Vergleich zu 43% (nur mündlich formuliert) und 64% (einmal schriftlich festgehalten).

 

Auch wenn Ziele ein unglaubich nützliches Tool für Motivationssteigerung sind, würde ich sagen, dass es trotzdem noch bessere Arten von Motivation gibt, die uns als Badmintonspieler und Trainer noch mehr weiterhelfen können und um die es vor allem im nächsten Teil der Reihe geht.

 

Habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann nutzt die Kommentarfunktion oder schreibt uns einfach auf Facebook =)

 

Tobias Wadenka


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