Motivation Part 2: Die beste Art der Motivation

Genügend Motivation bringt uns letztendlich dazu, Handlungen konkret zu planen und sie auch umzusetzen und ich glaube ich muss nicht sagen, wie wichtig es im Sport ist, aktiv zu werden. Schon im letzten Teil der Reihe hatte ich angesprochen, dass es verschiedene Arten der Motivation gibt, von denen uns manche mehr und manche weniger dabei helfen, an einer Sache dran zu bleiben. Bevor es im letzten Teil darum gehen soll, "gute Arten der Motivation" zu fördern, ist es schon einmal viel Wert, die eigenen Motive, oder die der eigenen Spieler zu kennen und beurteilen zu können.

Ganz pauschal unterscheidet man zunächst einmal Motivation und Amotiavtion. Amotivation bedeutet quasi, dass überhaupt kein Anreiz besteht, eine Handlung auszuführen und somit passiert hier auch nichts. Bei Motivation muss man dann aber nochmal wie gesagt unterscheiden. Klassischerweise unterscheidet man hier intrinsische Motivation, d.h. die Sache an sich motiviert einen schon von innen heraus zur Ausführung und extrinsische Motivation, also es gibt äußere Anreize, die mich motivieren. Intrinsische Motivation könnte man als Leidenschaft oder Liebe zur Sache beschreiben und ist aus meiner Sicht der beste Weg um motiviert zu sein und auch zu bleiben.

 

Auch als Trainer hilft es uns ungemein, wenn Spieler intrinsisch motiviert sind, d.h. ich muss eigentlich gar nicht überlegen, wie ich sie dazu bewegen kann Übungen zu machen, oder ins Training zu kommen. Allein das Wort Badminton bringt sie schon von den Sofas in die Halle. Natürlich muss man hier auch immer je nach Trainingsinhalt unterscheiden. Nur die wenigsten verspüren intrinsische Motivation, aber dazu gleich mehr.

 

Sicher ist intrinsische Motivation wünschenswert und im nächsten Teil geht es dann auch darum sie zu fördern, extrinsische Motivation spielt für uns allerdings auch eine sehr wichtige Rolle und auch hier muss man noch einmal ganz klar abstufen. So gibt es Formen der extrinsischen Motivation, die deutlich hilfreicher sind um uns oder Andere langfristig für etwas zu begeistern, wie beispielsweise die angesprochenen gesteckten Ziele aus dem vorherigen Teil. Trainieren um Ziele zu erreichen ist für Sportler ganz essentiell, besonders wenn es einmal darum geht die eigenen Grenzen auszureizen, oder auch ungeliebte Trainingsinhalte durchzuziehen. Meine intrinsische Motivation und Liebe zum Badminton hat sich beispielsweise nie auf das Laufen ausgeweitet ;) Hier kamen immer Ziele ins Spiel und somit die sogenannte identifizierte Regulation, die mir halfen den Schweinehund zu überwinden.

 

Um beim Beispiel Laufen zu bleiben ist mir persönlich auch eine weitere positive Form der extrinsischen Motivation bewusst geworden. Je öfter ich im Sommertraining in den Wald oder auf die Laufbahn gegangen bin, desto einfacher fiel es mir und ich musste mich weniger überwinden bzw. mich weniger an meine Ziele erinnern. Bei der sogenannten integrierten Regulation kann man davon sprechen, dass etwas Teil des Alltags bzw. selbstverständlich geworden ist.

Die Arten der Motivation
Die Arten der Motivation

Leider gibt es auch Arten der Motivation die uns deutlich weniger helfen, allen voran die externale Regulation. Hier wird die Handlung zwar ausgeführt, ist aber lediglich Mittel zum Zweck um etwas zu bekommen oder zu vermeiden, das nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hat. "Ich muss ins Training, weil meine Eltern es wollen", oder "ich räume mein Zimmer auf, weil ich danach eine Belohnung bekomme". Man selbst hat hier keinen Einfluss auf den Anreiz und man kann sich vorstellen was passiert, wenn der externale Anreiz wegfällt und das passiert früher oder später fast immer.

 

Auch das gut bekannte schlechte Gewissen oder Handlungen aus Pflichtbewusstsein ("ich sollte lernen, damit ich den Test bestehe"), die sog. introjizierte Regulation sind ebenfalls keine wirkliche effektive und nachhaltige Form der Motivation und hilft uns daher auch selten weiter.

 

Ich bin mir sicher, dass wir Alle aus jedem der sechs Bereiche Beispiele kennen und vielleicht jetzt auch schon Gründe erkannt haben, warum man schonmal bei etwas die Motivation verloren hat. Je weiter "links" (siehe Grafik), desto größer die Wahrscheinlichkeit, früher oder später die Motivation zu verlieren.

 

Jetzt stellt sich also die Frage, wie kommt man weiter nach "rechts", bzw. wie kann ich intrinsische Motivation fördern. Im letzten Teil stelle ich euch daher die Schlüsselkriterien vor, die wir benötigen um uns intrinsisch für etwas zu motivieren und gebe euch zudem Beispiele, wie ihr das ganze im Badmintontraining praktisch umsetzen könnt.

 

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Tobias Wadenka

 


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